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  Bleaching

Was versteht man unter Bleaching

Die moderne Zahnmedizin kennt mehrere Verfahren, Verfärbungen wirkungsvoll zu bekämpfen. Neben der professionellen Zahnreinigung mit Politur, dem Überkronen der Zähne und der Verblendung durch Veneers ist das Bleaching (Bleichen, Zahnaufhellung) ein probates Mittel gegen Verfärbungen.

Man unterscheidet zwei verschiedene Aufhellungsmethoden: das In-Office-Bleaching wird in der zahnärztlichen Praxis durchgeführt, beim Home-Bleaching wird der Patient zu Hause tätig.


In-Office-Bleaching

Nachdem die zu behandelnden Zähne isoliert wurden, trägt der Zahnarzt das wasserstoffperoxidhaltige Bleaching-Gel auf und löst eine chemische Reaktion durch Wärme, Licht oder Laser aus. Das Oxidationsmittel dringt in den Zahnschmelz und das Zahnbein ein und löst dort die chemischen Doppelbindungen der Farbpigmente. Durch diese chemische Reaktion werden Pigmente im Zahn entfärbt, wodurch der Zahn insgesamt um mehrere Farbstufen aufgehellt werden kann.

Home-Bleaching

Das Home-Bleaching dauert in der Anwendung länger als das In-Office-Bleaching, welches unter zahnärztlicher Leitung durchgeführt wird. Der Grund für die mehrtägige Anwendungszeit ist, dass ein schwächer konzentriertes Gel eingesetzt wird. Damit soll verhindert werden, dass eine unsachgemäße Anwendung zu Schäden an Zähnen und Zahnfleisch führt.

Der Zahnarzt seinerseits fertigt anhand eines Kiefermodells des Patienten eine exakt passende Bleichschiene aus weichem Kunststoff an. Nach eingehender Unterweisung nimmt der Patient diese Schiene und eine Tube Bleichmittel mit nach Hause. Während die Schiene im Mund ist, sollte nicht gegessen oder geraucht werden, dies verringert die Wirksamkeit deutlich. Nach ca. zwei Wochen, spätestens aber nach vier Wochen, ist die gewünschte Aufhellung erreicht.

Nach etwa einem Jahr sollte eine Nachbehandlung durchgeführt werden, die aber durch die mögliche Wiederverwendung der Schiene kostengünstiger ist. Moderne Bleichmittel sind absolut ungefährlich, und es besteht bei sachgemäßer Anwendung keine Gefahr für die Zähne. Auch das Verschlucken des Gels ist nicht gesundheitsschädlich. Es kann lediglich passieren, dass die Zähne anfangs ein wenig empfindlich auf extreme Temperaturen reagieren. Durch das Einbürsten von Fluorid-Gel bildet sich diese Empfindlichkeit jedoch schnell wieder zurück.

Fachleute sind sich einig, dass das In-Office-Bleaching, d. h. das Bleaching unter ärztlicher Aufsicht und nach ärztlicher Anweisung, eher zu empfehlen ist als die Anwendung in eigener Regie. Der Fachmann kann die Konzentration des Gels sowie die Häufigkeit und Länge der Anwendung exakt auf die bestehende Farbe der Zähne seines Patienten und auf den gewünschten Grad der Aufhellung abstimmen – was in der Regel zu den gewünschten Resultaten führt.

Das In-Office-Bleaching geht schneller, da stärkere Mittel eingesetzt werden und der Laser zur Intensivierung der Wirkung des Bleichmittels hinzugezogen werden kann. Wenn die Arbeit mit Unterstützung des Lasers durchgeführt wird, reicht in der Regel eine einzige Sitzung von 1 ½ Stunden aus, und der Patient hat seinen gewünschten Helligkeitsgrad erreicht.

Laser-Bleaching


Durch Beläge und Verfärbungen kann das natürliche Weiß der Zähne mit der Zeit beeinträchtigt werden. Die äußeren Beläge lassen sich in aller Regel durch das tägliche Zähneputzen und durch regelmäßige Besuche in der Zahnarztpraxis beseitigen, wo die Zähne gereinigt und poliert werden (siehe Prophylaxe). Zur Beseitigung von Verfärbungen reicht eine Reinigung der Zähne allerdings oft nicht aus.

Viele Patienten mit verfärbten Zähnen wechseln beispielsweise die Zahncreme, weil eine andere Marke ein schöneres, dynamischeres Lächeln verspricht. Sie probieren häufig zahlreiche in der Werbung angepriesene Mittel aus, mit denen sich die Zähne angeblich aufhellen lassen und Verfärbungen beseitigen. Alle Versuche erweisen sich in der Regel auf Dauer allerdings als wirkungslos.

Verfärbungen haben in der Regel folgende Ursachen:

  1. Färbende Stoffe aus Nahrungs- und Genussmitteln wie Nikotin, Gerbstoffe aus Kaffee, Tee und Rotwein lagern sich auf der Zahnoberfläche ab.
  2. Mineralisationsstörungen, Medikamente, Verletzungen des Zahnes, bedingt durch Temperaturunter-schiede beim Essen (z. B. durch Eiscreme), Fluorose und der normale Alterungsprozess können ebenfalls zu Verfärbungen führen.
  3. Darüber hinaus ist die Farbe der Zähne auch erblich bedingt.

Der Erfolg des Bleachings beruht auf der stark oxidierend wirkenden Substanz Wasserstoffperoxid (dieselbe Substanz, durch die auch wasserstoffblonde Haare entstehen).

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