Warum eine hochwertige Versorgung heute der sinnvollste Weg ist
 |
Viele Patienten stehen heute vor der Entscheidung zwischen einer preisgünstigen Kompromisslösung und der Realisierung ihres persönlichen dentalen Traums. Immer wieder möchten Patienten von ihrem Zahnarzt wissen, wie er sich denn in ihrer Situation verhalten würde. Was ist die bessere Entscheidung? Wenn der Geldbeutel klein ist, neigen viele Menschen dazu, sich spontan für die preisgünstigere Lösung zu entscheiden – was natürlich verständlich ist. Andere handeln ganz anders: Sie verzichten unter Umständen für die Investition in ihre Zähne auf die Erfüllung anderer Wünsche.
Und genau darauf kommt es an! Es hängt vor allem davon ab, wie viel Ihnen Ihre Zähne wert sind. Möchten Sie kurzfristig weniger anlegen, in einigen Jahren aber mit Folgekosten konfrontiert werden? Oder möchten Sie unnötige Kosten durch eine sofortige Entscheidung für die beste Qualität umgehen? Häufig stellt sich nämlich nach vielen Jahren heraus, dass die vermeintlich teurere Alternative im Grunde genommen die günstigere war.
Füllungsmaterialien
Amalgam
Amalgam ist zugleich das wohl bekannteste, heute aber auch umstrittenste Füllungsmaterial. Seine Vorzüge haben es im letzten Jahrhundert zum am weitesten verbreiteten Füllungsmaterial überhaupt gemacht: Amalgam ist leicht formbar, die Füllung kann in einer Sitzung eingesetzt werden und zeichnet sich durch eine gute Haltbarkeit aus. Vor allem aber ist Amalgam kostengünstig. Die herkömmliche „Amalgamfüllung“ hat aber auch schwerwiegende Nachteile, die ihr gegenüber in den letzten Jahrzehnten zu einer immer kritischeren Einstellung geführt haben:
Amalgam ist aufgrund seines hohen Quecksilbergehaltes gesundheitsschädlich – sowohl für den Patienten als auch für den Zahnarzt und das Praxisteam.
Die grau-schwarzen Füllungen haben eine ästhetisch unbefriedigende Farbgebung und sind im Frontzahnbereich nicht einsetzbar.
Bei Amalgam besteht die Möglichkeit der Randspaltbildung, was neue Karies auslösen kann.
Amalgam lässt den Zahn insgesamt dunkler erscheinen.
Für die Amalgamfüllung ist eine Unterfüllung unerlässlich.
Amalgam belastet die Umwelt. Daher haben alle Zahnarztpraxen die Auflage, Amalgamabscheider zu ver- wenden. |
Komposit
Kompositfüllungen sind weiße Zahnfüllungen, die zu 70% aus Sand (Siliziumdioxid) und zu 30 % aus Kunststoff (Dimethacrylaten) bestehen. Ebenso wie die Amalgamfüllung ist die Kompositfüllung eine plastische Füllung, d. h. sie besteht aus einer Paste, die portionsweise in die Kavität (Loch, das beispielsweise durch Karies entstanden ist) eingebracht wird. Da Komposit die Eigenschaft besitzt, bei Aushärtung zu schrumpfen, muss das Material schichtweise eingebracht und unter Licht ausgehärtet werden. Die Vorteile der Kompositfüllung liegen zunächst in der Handhabbarkeit des Materials: Dadurch, dass die Füllung in Form einer Paste in die Kavität eingebracht wird, ist nur eine Behandlungssitzung erforderlich. Hinzu kommt die ästhetische Wirkung des Materials: Der Zahnarzt kann bei der Verwendung von Kompositfüllungen die Zahnfarbe naturgetreu nachempfinden. Ein weiterer Vorteil ist, dass das Material relativ preisgünstig und die Füllung bei moderater Zuzahlung in aller Regel für jeden Patienten erschwinglich ist.
Als deutlichster Nachteil der Kompositfüllung muss zunächst ihre geringere Haltbarkeit im Vergleich zu Amalgamfüllungen wie auch zu anderen Füllungsalternativen genannt werden. Die im Seitenzahnbereich bei der Aushärtung entstehende Schrumpfung bewirkt die Bildung von Spalten zwischen Kavität und Füllung, an denen später Karies entstehen kann.
Hierzu ist allerdings anzumerken, dass die Fertigung des Werkstoffes Komposit in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht hat. Kompositfüllungen haben mittlerweile auch im Seitenzahnbereich eine Haltbarkeit von mehreren Jahren, die Dauer hängt aber natürlich auch immer von der individuellen Mundhygiene des Patienten ab. Zusammengefasst bedeutet dies: Eine Kompositfüllung aus einem Werkstoff von guter Qualtität, von einem handwerklich kompetenten Zahnarzt gesetzt, ist bei einem Patienten mit guter Mundhygiene lange haltbar.
Gold
Glücklicherweise gibt es in der Zahnmedizin eine große Auswahl an Alternativen zu Amalgam! Es existiert in der Zahnmedizin eine große Auswahl an Alternativen – hoch- und niederpreisig, von Kunststoff- oder Kompositfüllungen bis hin zu Gold und Keramik, die ihrerseits die hochwertigsten Lösungen darstellen. Gold – von jeher aufgrund seines Glanzes und seiner Qualität hoch geschätzt, als Zahlungsmittel und Vermögenswert begehrt, als Schmuck getragen – avancierte auch als Zahnfüllung zum Prestigeobjekt. Selbst heute noch gilt in vielen Ländern der Welt ein Gebiss, welches aus Goldzähnen besteht, als Zeichen von Reichtum und Wohlstand. Auch wegen seiner chemisch-physikalischen Eigenschaften ist Gold ein wahrhaft edles Metall: Da es sich nicht verfärbt, bietet das Material ideale Voraussetzungen für eine Zahnfüllung. Goldinlays bestehen nicht aus reinem Gold, sondern aus einer Goldlegierung. Reines Gold ist zu weich, um als geeignetes Zahnersatzmaterial eingesetzt zu werden.
Im Unterschied zu Amalgam oder Kompositfüllungen ist ein Goldinlay keine plastische, sondern eine gegossene Füllung, die außerhalb der Praxis durch einen Zahntechniker gefertigt wird. Für ein solches Inlay sind daher zwei Behandlungssitzungen erforderlich: In der ersten Sitzung bereitet der Zahnarzt die Kavität vor, nimmt eine Abformung vom Gebiss des Patienten, und setzt eine provisorische Füllung ein. In der zweiten Sitzung wird dann das Inlay eingesetzt und mit einem speziellen Zement fixiert. Der wesentliche Vorteil von Goldfüllungen ist ihre lange Lebensdauer: Goldinlays sind nahezu unverwüstlich, halten hohem Kaudruck stand, weisen keine Spaltenbildung auf und besitzen eine hohe Bioverträglichkeit. Doch im Mund sticht Gold natürlich stark hervor. Deswegen sehen viele in der Farbe des Goldes einen wesentlichen Nachteil dieser Füllungsalternative.
Keramik
Nicht jeder ist allerdings von dem metallischen Glanz goldener Füllungen begeistert. Viele Patienten bevorzugen heute eine so genannte „rot-weiße“, naturgegebene Ästhetik (rotes Zahnfleisch, weiße Zähne). Keramik – das „weiße“ Gold – bietet sich hier seit den 70er Jahren als Alternative an. Die Bezeichnung ist zurückzuführen auf alchemistische Versuche der Goldherstellung im frühen 18. Jahrhundert, deren Ergebnis die Erfindung des Porzellans war. Keramik ist, angesichts der Rückkehr zur zeitlosen „rot-weißen Ästhetik“, im Begriff, hinsichtlich des Prestiges und der ästhetischen Wirkung in West- und Mitteleuropa den Stellenwert des Goldes anzunehmen. Zahnfarbene Keramikfüllungen imitieren den natürlichen Zahn heute derart exakt, dass sie selbst für Spezialisten kaum mehr zu erkennen sind.
 |
Auch das Keramik-Inlay wird in der Regel extern gefertigt und erfordert daher zwei Behandlungssitzungen. Um einer Spaltenbildung vorzubeugen, wird hier zur Fixierung kein Zement, sondern eine aufwändige Klebetechnik verwendet. Da Keramik insbesondere durch die Farbgebung und Lichtdurchlässigkeit (Transluzenz) der natürlichen Zahnhartsubstanz am nächsten kommt, erfüllt das Material ideale Voraussetzungen als Füllungsmaterial. Eine professionelle Keramik-füllung ist praktisch vom natürlichen Zahn nicht mehr zu unterscheiden und fügt sich auf faszinierende Weise in das Ideal der „rot-weißen Ästhetik“ ein.
Allerdings weist auch das Keramikinlay einige Unzulänglichkeiten auf: Seine Haltbarkeit ist geringer als die des Goldinlays. Großflächige Keramikinlays können schneller brechen als Goldinlays und sind besonders für Patienten, die oft mit den Zähnen knirschen, ungeeignet. Die Erneuerung gebrochener Keramikinlays ist aufgrund der speziellen Klebetechnik sehr aufwändig. Hierbei muss häufig gesunde Zahnsubstanz abgetragen werden. Darüber hinaus können in Einzelfällen Reizungen bzw. allergische Reaktionen auf den verwendeten Klebstoff auftreten. Gold und Keramik haben eine weitaus höhere Bioverträglichkeit als Amalgam, sie besitzen eine längere Haltbarkeit als Kunststoff- oder Kompositfüllungen und eignen sich daher am besten für eine dauerhafte und langlebige Versorgung.
Veneers
Veneers sind zarte Verblendschalen aus Keramik, die mit einem Spezialklebstoff auf die sichtbaren Zahnflächen im Frontzahnbereich geklebt werden und deren Vorteile sich bisher schon viele berühmte Schauspielerinnen und Schauspieler zunutze machten. Im Gegensatz zur Krone wird der Zahn bei der Versorgung mit Veneers nicht vollständig überzogen. Veneers kann man sich wie eine Kontaktlinse vorstellen. Die Zähne werden außen und an der Schneidekante leicht (ca. 0,3 mm) abgeschliffen. Die Keramikverblendungen werden im Labor vom Zahntechniker hergestellt. So kann man die Größenverhältnisse der Zähne exakt aufeinander abstimmen. Veneers verfärben sich nicht und sind genauso stabil wie natürliche Zähne. Die Schneidekanten der Frontzähne lassen sich durch Veneers schützen und die Haltbarkeit ist mit zehn bis fünfzehn Jahren relativ hoch.
Indikationen
Eine Versorgung mit Veneers ist für die Frontzähne in vielen Fällen die beste Wahl hinsichtlich Ästhetik, Stabilität, Elastizität und Haltbarkeit. Diese Restaurationsart bietet Therapielösungen bei:
Verfärbungen von Zähnen, die nicht durch Bleichen beseitigt werden können
dem Einsatz von großen zahnfarbenen Füllungen, die kosmetisch nicht der Zahnsubstanz angepasst werden können
der Korrektur schief stehender Zähne (sog. Stellungsanomialien)
Formkorrekturen von Zähnen (zu schmal, zu kurz)
der Beseitigung eines Diastemas (Zahnlücke)
der Reparatur abgebrochener Zähne (Zahnfrakturen)
der Beseitigung von Zahnschmelzdefekten (z. B. Fluorose) |
nach oben |